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Unterwegs Nr. 8

30.09.2018 |

Na, wie sagt man…?!

Diesen Satz hat wohl jeder von uns schon einmal gehört oder sogar selbst gesagt. Eltern sagen ihn zu ihren Kindern, um ihnen ein gutes Benehmen beizubringen. Wenn man etwas bekommen hat, dann sagt man eben: „Danke!“.

Danke zu sagen ist jedoch viel mehr als nur gutes Benehmen. Wussten Sie, dass dankbare Menschen glücklicher und zufriedener sind und sogar seltener krank? Die Sozialforschung sagt auch, dass Menschen, die in Dankbarkeit geübt sind, widerstandsfähiger sind und besser mit schwierigen Lebensphasen umgehen können. Leider scheint Dankbarkeit dem Menschen nicht angeboren zu sein, wie der obige Satz zeigt. Oft vergessen wir es im Alltag, für die großen und kleinen Dinge im Leben zu danken. Dabei ist Dankbarkeit eine christliche Grundhaltung; schließlich ver-danken wir unser Dasein und das der gesamten Natur unserem Schöpfergott. Der kirchliche Jahreskreis erinnert uns im Monat Oktober daran, mal wieder „Danke!“ zu sagen dafür, dass die Natur uns mit allem versorgt, was wir an Nahrung brauchen: Wir feiern Erntedank. Unsere Ernte umfasst jedoch viel mehr als „nur“ Obst und Gemüse. Wir haben Grund, für alles dankbar zu sein, was unser Leben reich und lebenswert macht. Nicht nur im Oktober. Ich habe mir seit einiger Zeit angewöhnt, jeden Abend Gott im Gebet zu danken für das, was mein Leben reicher macht: ich bin dankbar für meine Familie, für den vergangenen Italienurlaub, für Freunde, für manche Begegnungen und Erlebnisse. Ich bin dankbar, dass ich hier in der SE Hemsbach meinen Dienst antreten kann, dass ich erwartet und freundlich aufgenommen worden bin. Sich alles das bewusst zu machen, tut unendlich gut! Sicher: man muss sich in Dankbarkeit einüben, aber die Vorteile für das Befinden sind ja sogar wissenschaftlich erwiesen. Versuchen Sie es doch auch einmal, wenn Sie es nicht schon tun, es lohnt sich!
Übrigens habe ich Gott noch nie sagen hören: „Na, wie sagt man…?!“ Vielleicht wünscht Er sich, dass wir ganz von selbst drauf kommen.
In diesem Sinne wünsche ich uns allen einen ganz bewussten Monat der Dankbarkeit
Ihre Ute Arnold
 
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